Leserbrief: Ungeschminkte Tatsachen

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Von Manuela Schiesser aus Betschwanden

Für ein weiteres Jahr muss auf eine Gewinnausschüttung der Schweizeri­schen Nationalbank verzichtet wer­den. Die Finanzplanung des Kantons sieht für die nächsten Jahre düster aus und rechnet mit einer Halbierung des Vermögens. Das Versprechen, mit der Einführung des neuen Pflege- und Betreuungsgesetzes werde die dafür beim Kanton notwendige Steuerer­höhung mit einer Senkung in den Gemeinden kompensiert, löste sich in Luft auf. Trotz der an den letzten Gemeindeversammlungen beschlosse­nen Steuererhöhungen werden zwei von drei Gemeinden des Kantons ernsthaft ermahnt, ihre Haushalte ins Gleichgewicht zu bringen. Wie diese Herkulesaufgabe gemeistert werden kann, ist jedoch angesichts der immer neuen Aufgaben, welche Regierungs-­ und Landrat den Gemeinden aufbür­den, mehr als schleierhaft. Jüngste Beispiele von energie-, verkehrs-, gleichstellungs- und umweltpoliti­schen Gesetzesanpassungen wecken Begehrlichkeiten, die Kanton und Gemeinden vor grosse finanzielle Belastungen stellen werden.
Vor dieser bröckelnden Fassade ist es unerlässlich, Leute in den Regie­rungsrat zu wählen, welche die fi­nanzpolitischen zusammenhänge erkennen und Nein sagen zu Anlie­gen, welche zwar schön und gut sind, bei denen aber ein Verzicht zumutbar ist. Thomas Tschudi bringt durch sei­ne Arbeit in der landrätlichen Finanz­aufsichtskommission diese Fähigkei­ten mit und scheut sich nicht vor un­bequemen Entscheiden. Darum ist er die beste Wahl für eine nachhaltige Finanzpolitik im Regierungsrat.